Patronatserklärung

Zur Absicherung des Leasinggeschäfts kann anstelle von Bürgschaften oder Garantien auch eine harte Patronatserklärung einer erstklassigen Adresse genutzt werden. Hierbei verpflichtet sich der Patron während der Vertragslaufzeit den Leasingnehmer finanziell derart auszustatten, dass dieser imstande ist, alle gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten fristgemäß zu erfüllen.

Projektmanagement

Bei Neubauvorhaben stehen Immobilien-Leasinggesellschaften ihren Kunden nicht nur bezüglich der Finanzierung zur Verfügung. Immer öfter werden die Bauvorhaben auch professionell begleitet. Dieses Management reicht von der Unterstützung bei der Grundlagenermittlung über erste planerische Ansätze, um das Investitionsvolumen abschätzen zu können, der Vergabe der Planung an ein qualifiziertes Büro bis hin zur Erstellung der Immobilie mit ausgesuchten Partnern. Die Kunden profitieren hierbei von der umfassenden Erfahrung der Immobilien-Leasinggesellschaften und der „Marktmacht“ eines Dauernachfragers. 

Rating

Ein Rating ist die Einschätzung der Bonität eines Wirtschaftssubjekts. Es wird die zukünftige Fähigkeit abgeschätzt, seine Verbindlichkeiten termingerecht zurückzuzahlen. Ratings werden durch Kreditinstitute bzw. Leasinggesellschaften (Internes Rating) oder Rating-Agenturen (Externes Rating) erstellt. Hierbei werden quantitative und qualitative Faktoren berücksichtigt.

Beispiel:

Quantitative Parameter:

  • Bilanzkennzahlen/ Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Kapitalstruktur (Eigenkapitalquote, Fremdkapitalstruktur)
  • Finanzlage (Cashflow / Bilanzsumme)
  • Ertragslage (Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite)
  • Unternehmensgröße (Umsatz, Bilanzsumme)
  • Vergleichszahlen, z.B. Umsatzwachstum, ...
  • Kontoführungsdaten
  • Sonstige Größen: Marktanteil, ...

Qualitative Parameter:

  • Rechtsform
  • Branche
  • Staat / Region
  • Unternehmensgröße (Mitarbeiterzahl)
  • Marktstellung / Geschäftsstrategie
  • Güte des Rechnungswesens
  • Qualität des Managements / der Eigentümer / Nachfolgeregelung  

Empfehlung an Unternehmen:

  • Die wirtschaftliche Lage ausführlich und dokumentiert darlegen
  • Planungskonzepte und Planbilanzen vorlegen
  • Regelmäßige Gespräche zur Bonitätslage mit den Kreditinstituten führen
  • Information nicht nur als Holschuld der Bank sondern auch als Bringschuld verstehen!
  • Rating mitgestalten:
    • Relevanten Markt definieren
    • Klare Unternehmensstrategie formulieren
    • Kapitalstruktur optimieren
    • Nachfolgeregelung klären, Rechtsform überdenken

Rechnungsabgrenzung bei Forfaitierung

Wenn die Leasinggesellschaft ihre Investition in ein Leasingobjekt durch (regresslose) Forfaitierung finanziert, aktiviert diese das Leasingobjekt auf der Aktivseite als  Leasingvermögen. Gleichzeitig bildet sie auf der Passivseite einen Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) in Höhe des Barwertes (Einnahmen/Erlös aus der Forfaitierung), welcher über die Grundleasingzeit gewinnerhöhend linear aufgelöst wird und nicht als Dauerschuld im gewerbesteuerlichen Sinne gilt.

Dieser PRAP repräsentiert die Leistungsverpflichtung zur Gebrauchsüberlassung des Leasinggebers gegenüber dem Leasingnehmer. Dieses trifft lediglich auf die Forfaitierung von Leasingraten, nicht jedoch auf den Forderungsverkauf kalkulierter Restwert-Forderungen zu. Diese sind wie Anzahlungen zu behandeln. Die bilanz- und gewerbesteuerrechtliche Behandlung der Forfaitierung von Forderungen aus Leasing-Verträgen ist im BMF-Schreiben vom 09.01.1996 geregelt.

Restwert

Der Restwert eines Leasingobjekts ist der tatsächliche oder der kalkulierte Wert nach Ablauf oder bei vorzeitiger Auflösung des Leasingvertrages. Der Restwert im Leasing sollte zum besseren Verständnis differenziert werden:  

1.   Buchhalterischer Restwert (Restbuchwert)
Ist der bilanzierte, vom Bewertungszeitpunkt abhängige Wert eines Wirtschaftsgutes, welcher mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ins Anlagevermögen des Leasinggebers eingeht und einem kontinuierlichen Werteverzehr unterliegt (auch Anschaffungswert, Investitionswert oder Kaufpreis genannt).

2.   Kalkulierter Restwert
Leasinggeber und Leasingnehmer gehen beim Teilamortisations-Leasingvertrag (Schwerpunkt: Fahrzeug-Leasing) davon aus, dass nach Ablauf der vereinbarten Grundleasingzeit das Leasingobjekt einen bestimmten Restwert hat, der sich aus der vereinbarten Nutzung unter Berücksichtigung der zukünftigen Marktpreisentwicklung ergibt bzw. festgelegt wird.

3.   Restwert/Marktwert
Der tatsächliche Wert eines Wirtschaftsgutes, der bei jeweiliger Marktlage momentan erzielt werden kann. Die Finanzierungs-Leasinggesellschaften übernehmen in der Regel keine Restwert-Risiken, sondern wälzen diese auf die Leasingnehmer und Lieferanten ab. Vom Lieferanten übernommene Restwert-Garantien sind beispielsweise beim Fahrzeug-Leasing häufig anzutreffen.

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