Dauer des Leasingvertrags/ Leasinglaufzeit

Die Dauer des Leasingvertrages richtet sich nach den Vorschriften der Leasing-Erlasse. Die unkündbare Grundmietzeit liegt hiernach bei Teilamortisationsverträgen zwischen 40 und 90 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (AfA) der Leasingobjekte.

Drittverwendungsfähigkeit

Unter Drittverwendungsfähigkeit versteht man die Eigenschaft einer Immobilie, auch ohne größere Veränderungen von einem anderen Mieter genutzt werden zu können.

Eine Leasinggesellschaft kann ein Objekt nur anschaffen oder errichten, wenn dieses auch von einem Anderen als dem Leasingnehmer genutzt werden kann. Dieses ist einerseits eine Bedingung, um Spezialleasing zu vermeiden und einen wirksamen Leasingvertrag abschließen zu können sowie andererseits ein Risikoschutz für die Leasinggesellschaft.

Erbbaurecht

Das Erbbaurecht, auch Erbpacht genannt, bezeichnet das Recht, gegen Zahlung eines regelmäßigen Entgelts (Erbbauzinses) auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten und/oder zu unterhalten. Wird das auf dem Grundstück errichtete Gebäude zur Erzielung von Einkünften eingesetzt, sind die Anschaffungskosten (Grundbuchgebühren, Grunderwerbsteuer, Maklergebühren, etc.) wie Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben auf die laufende Zeit des Erbbaurechts aufzuteilen. Immobilien-Leasinggesellschaften erstellen oder kaufen Immobilien und vermieten diese. Statt Eigentum an dem Grundstück zu erwerben, kann die Gesellschaft auch Erbbaurechte erwerben, insbesondere wenn der Grundstückseigentümer nicht endgültig verkaufen will/kann.  

Erlasse

Die sogenannten "Leasing-Erlasse",

·      Mobilien-Leasing-Erlass vom 19.04.1971

·      Immobilien-Leasing-Erlass vom 21.03.1972

·      Teilamortisations-Erlass (Mobilien-Leasing) vom 22.12.1975

·      Teilamortisations-Immobilien-Erlass vom 23.12.1991

regeln die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums von Leasingobjekten beim Leasinggeber bzw. Leasingnehmer. Damit bilden die Leasing-Erlasse die steuerrechtliche Grundlage für das Leasinggeschäft in Deutschland. Werden die Leasing-Erlasse im Leasingvertrag eingehalten, wird das Leasingobjekt steuerlich zum Leasinggeber gerechnet.

 

Fälligkeit

Ein juristischer Fachbegriff, welcher den Zeitpunkt beschreibt, ab dem ein Gläubiger einen Anspruch geltend machen kann und der Schuldner ihn erfüllen muss. Die Leasingraten sind vom Leasingnehmer erst nach der Fertigstellung bzw. Bereitstellung des Leasingobjektes, je nach vertraglicher Ausgestaltung, beispielsweise monatlich oder vierteljährlich im Voraus fällig.

Finanzierungs-Mix

Leasing ist als ein fester Bestandteil des Finanzierungs-Mixes anzusehen. Es wird mittlerweile von fast allen Unternehmen, Handwerksbetrieben und Freiberuflern zur Anschaffung von Investitionsgütern genutzt. Jede Finanzierungsform hat ihre spezifischen Vorteile. Für die Finanzierung der kurz- bis langfristigen Betriebsmittel wird Leasing immer interessanter.

Finanzunternehmen (ehemals Finanzinstitut)

Nach § 1 Satz 3 Kreditwesengesetz (KWG) sind Finanzunternehmen Unternehmen, welche keine Institute sind und deren Hauptaktivität darin besteht, Leasingverträge abzuschließen.

Forfaitierung

Forfaitierung bezeichnet den Ankauf von Forderungen unter Verzicht auf einen Rückgriff gegen den Forderungsverkäufer bei einem Zahlungsausfall. Viele Leasinggesellschaften decken ihren, durch den Bau oder den Erwerb von Leasingobjekten entstehenden, Finanzierungsbedarf unter anderem durch regresslosen Verkauf der Leasingforderungen (Forfaitierung) vorzugsweise an Banken und Sparkassen.

Fungibilität

Siehe Drittverwendungsfähigkeit

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